Schmeicheleien

Schmeicheln ist billig. Und der Geist wird schwach. Wir denken. Wir handeln. Wir wissen, was wir tun. Wir handeln nach der Vernunft. Nach unserer Vernunft. Nach dem, was uns vernünftig erscheint. Wir zweifeln nicht, das Richtige zu tun. Und doch wissen wir um unsere Grenzen und um unsere Möglichkeiten. Eitel sind wir nicht. Vielleicht ein bisschen. Wie alle. Bestimmt nicht mehr. Und doch bestimmt zu viel, als dass die billige Methode nicht auch bei uns auf fruchtbaren Boden fiele. Geschmeichelter Geist schwächelt eben ein bisschen.

Keine Sorge

Wir fliegen einen strammen Kurs. Ins Ungewisse. Doch keine Panik. Nie war die Zukunft gewisser als ungewiss. Nie haben sich die Menschen vor dem Ungewissen unbekümmert gezeigt. Nie waren sie sorgenlos. Deshalb machen wir uns keine Sorgen darüber, dass wir sorgenvoll in die Zukunft sehen. Das ist normal. Nicht ungewöhnlich. Es ging trotzdem immer weiter. Auf wundersame Weise. Mitunter auf grausame. Was wird, wenn unsere neuen digitalen Lebensadern vergreisen, den Dienst versagen? Don´t worry. Halb so schlimm, die Spezialisten werden es richten. Wenn sie denn da sind. Wo sind sie denn, die, die noch verstehen, was wir uns in Jahrzehnten digital zusammengestrickt haben? Wo? Sie ist ganz normal, unsere Zukunftssorge. Sorgen wir uns also nicht.

Ergebenst

Wir haben sie geschaffen. Kleine und große Helferlein. Digitale Segnungen. Blitzschnelle Prozesse. Unbegreiflich schnell und präzise. Wunderwerke.  Sie helfen uns, sie erfreuen und beschäftigen uns. Sie lenken uns. Und sie geben den Takt an. Moderne Zeiten. Wir verneigen und ergeben uns. Ergebenst.

Ich

OLYMPUS DIGITAL CAMERAIch bin gefragt. Mein Wort wiegt. Mein Bild in den Medien. Mein Name: bekannt. Ich bin wer. Wer auch immer. Was auch immer. Wo auch immer. Wer hat da noch Fragen? Wenn es doch so gut tut?