Zeit der guten Wünsche

Es ist die Zeit der guten Wünsche. Die Weihnachtszeit. In diesen Tagen trudeln haufenweise Karten und Briefe ein. Die meisten von ihnen sind persönlich unterschrieben. Von Menschen, die sich bei mir bedanken und mir viel Gutes wünschen. Ich bin gerührt. Viele Namen vieler Leute, die alle an mich gedacht haben. Manche sind mir unbekannt. Vielleicht sind sie mir nur entfallen. Vielleicht erinnere ich mich nur nicht an die gute Zusammenarbeit des jetzt ausklingenden Jahres, für die ich Dank ernte. Sie aber haben mich nicht vergessen. Chapeau!

Ich erinnere mich nicht an die Berater aus den vielen Büros mit den klangvollen Namen, deren besondere Wertschätzung ich heute genießen darf. Ich erinnere mich nicht. Und doch muss es ja einen guten Grund für die guten Wünsche geben. Vielleicht habe ich ja meine Liebenswürdigkeit nur maßlos unterschätzt, habe gar nicht erkannt, wie viel Gutes ich geleistet habe? Für andere. Für alle, die meine Großzügigkeit genießen durften und mir heute Dank sagen und Glückwünsche für das neue Jahr übermitteln wollen. Ich wachse in meiner Hochachtung. Vor mir selbst. Und bin sprachlos. In der Zeit der guten Wünsche.

Im Dezember 2014

Dieser Eintrag wurde in alle, Prosa veröffentlicht.