Auszeit

Die Bahn ist frei. Zuhause wartet viel Gewühl. Eine winzige Auszeit nur. Ein paar Minuten für die Sinne, für Raum und Zeit und Leben. Die Ampel springt auf „Grün“, lädt ein zu dieser kleinen Flucht.

Auszeit in Alltäglichem: Grelle Preisschilder. Unübersehbar, provokant verletzend. Bunte Öde im Geräume der Discount-Auslagen. Zum Ergreifen nah die Dinge, die niemand braucht und doch alle kaufen sollen. Sie will die Ware nicht. Sie sucht nur sich.

Mit leeren Taschen und mit voller Börse verlässt sie diesen Ort.

Auf nach Hause. Auf ins Gewühl.

Im November 2016

Dieser Eintrag wurde in alle, Prosa veröffentlicht.